Fenchel für Hunde - Anwendung & Fütterung

Fencheksamen liegen in einer Schale auf einem rustikalen Holztisch.

Fenchel kennen die meisten von uns als Salat oder Gemüsebeilage - doch auch in der Hundeernährung hat die Pflanze ihren Platz. Besonders die Fenchelsamen stecken voller natürlicher Inhaltsstoffe und sind deshalb Bestandteil einiger unserer Krätermischungen.

Doch dürfen Hunde Fenchel überhaupt fressen? Was unterscheidet Fenchelknolle und Fenchelsamen? Und warum verwenden wir die Samen in einigen unserer Rezepturen?

Dürfen Hunde Fenchel fressen? 

Ja. Sowohl die Fenchelknolle als auch die Fenchelsamen sind für Hunde grundsätzlich gut geeignet und können in passenden Mengen gefüttert werden. 

Während die Knolle vor allem Vitamine, Mineralstoffe und Ballaststoffe liefert, enthalten die Samen deutlich mehr ätherische Öle. Genau deshalb werden überwiegend Fenchelsamen in Kräutermischungen für Hunde verwendet. 

Wie bei jedem neuen Futtermittel gilt jedoch: Beginne mit einer kleinen Menge und beobachte, wie dein Hund darauf reagiert. 

Fenchelknolle oder Fenchelsamen - wo liegt der Unterschied?

Obwohl beide zur gleichen Pflanze gehören, unterscheiden sie sich deutlich in ihrer Zusammensetzung. 

Die Fenchelknolle ist mild im Geschmack, kalorienarm und liefert unter anderem Vitamin C, Vitamin A, verschiedene B-Vitamine sowie Mineralstoffe wie Kalium, Kalzium und Magnesium. Außerdem enthält sie Ballaststoffe. 

Die Fenchelsamen sind die konzentriertere Form der Pflanze. Sie enthalten deutlich mehr ätherische - allem voran Anethol sowie Fenchon und geringe Mengen Estragol. Genau diese Zusammensetzung macht die Samen zu einer beliebten Zutat in der Hundeernährung. 

Warum verwenden wir Rohkräuter und empfehlen das Einweichen? 

Unsere Kräutermischungen bestehen aus reinen Rohkräutern, die vor der Fütterung eingeweicht werden. 

Der Hintergrund ist einfach: Ein Teil der ätherischen Öle im Fenchel sind wasserlöslich - genau das Prinzip kennt man auch vom klassischen Fencheltee. Durch das Einweichen können sich diese Bestandteile aus den Samen lösen, ohne dass sie zu sehr erhitzt oder stark verarbeitet werden müssen. So bleibt die Rohkostqualität erhalten und die enthaltenen Inhaltsstoffe stehen dem Hund dennoch gut zur Verfügung. 

Warum werden Fenchelsamen gerne verwendet? 

Für eine ausgeglichene Verdauung und einen entspannten Bauch

Fenchelsamen werden häufig in Kräutermischungen für Hunde mit empfindlicher Verdauung oder einem unruhigen Magen eingesetzt. Besonders Anethol wird wegen seiner entspannenden Eigenschaften geschätzt. Die enthaltenen Ballaststoffe können außerdem eine normale Darmtätigkeit unterstützen und dienen nützlichen Darmbakterien als Nahrungsgrundlage. 

Für die Atemwege

Auch in Kräutermischungen für die Atemwege kommen Fenchelsamen häufig zum Einsatz. Die enthaltenen ätherischen Öle werden wegen ihrer schleimlösenden Eigenschaften geschätzt und ergänzen entsprechende Kräuterkombinationen sinnvoll, zum Beispiel in unserem KräuterLuft.

In besonderen Lebensphasen

Fenchel wird außerdem gerne mit weiteren Kräutern kombiniert, um den Organismus in verschiedenen Lebensphasen sanft zu begleiten. Dabei steht die Pflanze selten allein im Mittelpunkt, sondern ergänzt eine ausgewogene Kräutermischung. 

Ein angenehmer Nebeneffekt

Die enthaltenen Öle können außerdem dazu beitragen, den Atem angenehm frisch zu halten. 

Wichtig: Fenchelsamen sind ein Einzelfuttermittel bzw. Bestandteil eines Ergänzungsfuttermittels. Sie ersetzen weder eine ausgewogene Ernährung noch eine tierärztliche Behandlung.

Warum verwenden wir Fenchelsamen im BauchBegleiter?

Bei der Entwicklung unseres BauchBegleiters war schnell klar, dass Fenchelsamen nicht fehlen dürfen. 

Sie werden seit Langem gerne in Kräutermischungen für Hunde mit empfindlicher Verdauung eingesetzt und ergänzen sich aus unserer Sicht hervorragend mit Kamille, Melisse, Pfefferminze und Löwenzahn.

Uns war wichtig, eine ausgewogene Rezeptur zusammenzustellen, bei der sich die einzelnen Kräuter sinnvoll ergänzen. Deshalb setzen wir Fenchel nicht isoliert ein, sondern immer als Teil einer sorgfältig abgestimmten Kräutermischung. 

Neugierig geworden? Dann wirf gerne einen Blick auf unseren BauchBegleiter, in dem Fenchelsamen zusammen mit weiteren ausgewählten Kräutern kombiniert werden. 

Worauf sollte man achten? 

Fenchel und Fenchelsamen gelten für Hunde grundsätzlich als gut verträglich. Wie bei jedem neuen Futtermittel empfiehlt es sich dennoch, zunächst in einer kleinen Menge zu beginnen und den Hund aufmerksam zu beobachten. 

In seltenen Fällen kann es zu einer Unverträglichkeit kommen. Mögliche Anzeichen sind: 

  • Juckreiz
  • Erbrechen
  • Durchfall

Zeigt dein Hund keine Auffälligkeiten, kann die Menge langsam bis zur empfohlenen Tagesration gesteigert werden. 

Bestehen Beschwerden länger oder zeigt dein Hund starke Symptome, sollte immer ein Tierarzt aufgesucht werden. 

Fazit

Fenchelsamen sind eine vielseitige Zutat in der Hundeernährung. Im Vergleich zur Fenchelknolle enthalten sie deutlich mehr ätherische Öle und werden deshalb gerne in ausgewogenen Kräutermischungen verwendet. 

Hinweis: Dieser Beitrag dient der allgemeinen Information zur Hundeernährung und ersetzt keine tierärztliche Beratung. Bei gesundheitlichen Beschwerden deines Hundes solltest du dich immer an einen Tierarzt oder Tierheilpraktiker wenden. 

 

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